Home arrow Service arrow Kosten einer Beratung arrow Kosten einer Rechtsberatung
Montag, 18. Juni 2018
Kosten einer Rechtsberatung PDF Drucken E-Mail
Viele Menschen scheuen den Gang zur Anwaltskanzlei bzw. einem Rechtsanwalt, weil sie nicht wissen und im Regelfall auch nicht einschätzen können, welche Kosten dadurch auf sie zukommen werden.

Nur eine qualifizierte rechtliche Beratung, wie sie ein Rechtsanwalt anbietet, stellt aber sicher, dass bestehende Ansprüche durchgesetzt bzw. ungerechtfertigte Gegenansprüche abgewehrt werden können.

Diese Beratung wird nach der "Rechtsanwaltsvergütungsgesetz", kurz RVG, abgerechnet. Sie bestimmt, welche Gebühren ein Rechtsanwalt im Einzelfall für seine Tätigkeit verlangen kann.

Im RVG ist auch festgelegt, dass für eine erstmalige Beratung höchstens EUR 190,- zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer (zur Zeit 19 %) zum Ansatz gebracht werden dürfen. Diese EUR 190,- sind somit der Maximalbetrag. Der Rechtsanwalt hat darüber hinaus auch die Bedeutung der Angelegenheit, mit welcher sich der Rechtssuchende an ihn wendet, sowie dessen Einkommensverhältnisse angemessen zu berücksichtigen, weshalb in der Regel diese Erstberatungsgebühr sogar unter EUR 190,- liegen wird.

Der Gesetzgeber hat so mit dieser Vorschrift dafür gesorgt, dass es jedermann ermöglicht wird, eine Rechtsberatung durch einen Rechtsanwalt in Anspruch zu nehmen.

Aber sogar wenn der Rechtssuchende kein oder nur ein geringes Einkommen hat, ist für ihn eine Rechtsberatung nicht ausgeschlossen. Entweder er sucht direkt eine Rechtsberatungs- bzw. Rechtsantragsstelle beim seinem nächsten Amtsgericht auf, oder er lässt sich dort einen Rechtsberatungsschein ausstellen. Dazu muss er mittels Lohnstreifen, Rentenbescheid, Nachweise über den Bezug von Arbeitslosen- oder Sozialhilfe sein geringes Einkommen belegen.

Mit diesem Rechtberatungsschein kann er dann einen Rechtsanwalt seiner Wahl aufsuchen und sich von ihm kostenlos beraten lassen.
 

Kurzmeldungen

Höhere Selbstbehalte im Elternunterhalt ab Januar 2015 Die Selbstbehalte im Elternunterhalt wurden ab dem 01.01.2015 angehoben. Die Selbstbehalte beziehen sich auf das bereinigte Nettoeinkommen. Bisher waren es € 1.600,00 für Alleinstehende bzw. das verheiratete unterhaltspflichte Kind und € 1.280,00 für Ehepartne mehr...

Unterhalt für den pflegebedürftigen Ehegatten In einem Beschluss vom 27.04.2016 – XII ZB 485/14 – hatte der Bundesgerichtshof verschiedene Fragen zur Unterhaltsverpflichtung von Ehegatten, bei Pflegebedürftigkeit eines Ehegatten, zu entscheiden. Im vorliegenden Fall war die Ehefrau pflegebedürftig, eine B mehr...

Elterunterhalt Immer wieder kommt die Frage auf, ob auch das selbstgenutzte Familienheim beim Elternunterhalt eingesetzt werden muss. Dies hat der Bundesgerichtshof mit Beschluss vom 07.08.2013, XVII ZB 269/12 nunmehr verneint. So hat der BGH entschieden, dass der Wert der e mehr...

Aufwendungen für Verzicht auf ein Wohnrecht als Werbungsksoten Der BFH hat aktuell entschieden, dass ein Werbungskostenabzug bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung möglich ist, wenn ein Steuerpflichtiger eine mit einem dinglichen Wohnrecht belastete Wohnung vermietet und im Gegenzug für den Verzi mehr...



Grunderwerbsteuer / Grundstücksschenkung unter Vorbehalt eines Wohnrechts Der Bundesfinanzhof hat sich mit den Folgen befasst, die sich für die Schenkungssteuer und die Grunderwerbsteuer ergeben, wenn der Eigentümer ein Grundstück verschenkt und sich dabei ein Wohnrecht auf Lebenszeit an dem Grundstück vorbehält. Er ist zu dem Ergeb mehr...

© 2018 Kanzlei Kieser und Hegner
home contact search contact search