Home arrow Service arrow Kosten einer Beratung arrow Kosten einer Rechtsberatung
Montag, 20. August 2018
Kosten einer Rechtsberatung PDF Drucken E-Mail
Viele Menschen scheuen den Gang zur Anwaltskanzlei bzw. einem Rechtsanwalt, weil sie nicht wissen und im Regelfall auch nicht einschätzen können, welche Kosten dadurch auf sie zukommen werden.

Nur eine qualifizierte rechtliche Beratung, wie sie ein Rechtsanwalt anbietet, stellt aber sicher, dass bestehende Ansprüche durchgesetzt bzw. ungerechtfertigte Gegenansprüche abgewehrt werden können.

Diese Beratung wird nach der "Rechtsanwaltsvergütungsgesetz", kurz RVG, abgerechnet. Sie bestimmt, welche Gebühren ein Rechtsanwalt im Einzelfall für seine Tätigkeit verlangen kann.

Im RVG ist auch festgelegt, dass für eine erstmalige Beratung höchstens EUR 190,- zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer (zur Zeit 19 %) zum Ansatz gebracht werden dürfen. Diese EUR 190,- sind somit der Maximalbetrag. Der Rechtsanwalt hat darüber hinaus auch die Bedeutung der Angelegenheit, mit welcher sich der Rechtssuchende an ihn wendet, sowie dessen Einkommensverhältnisse angemessen zu berücksichtigen, weshalb in der Regel diese Erstberatungsgebühr sogar unter EUR 190,- liegen wird.

Der Gesetzgeber hat so mit dieser Vorschrift dafür gesorgt, dass es jedermann ermöglicht wird, eine Rechtsberatung durch einen Rechtsanwalt in Anspruch zu nehmen.

Aber sogar wenn der Rechtssuchende kein oder nur ein geringes Einkommen hat, ist für ihn eine Rechtsberatung nicht ausgeschlossen. Entweder er sucht direkt eine Rechtsberatungs- bzw. Rechtsantragsstelle beim seinem nächsten Amtsgericht auf, oder er lässt sich dort einen Rechtsberatungsschein ausstellen. Dazu muss er mittels Lohnstreifen, Rentenbescheid, Nachweise über den Bezug von Arbeitslosen- oder Sozialhilfe sein geringes Einkommen belegen.

Mit diesem Rechtberatungsschein kann er dann einen Rechtsanwalt seiner Wahl aufsuchen und sich von ihm kostenlos beraten lassen.
 

Kurzmeldungen

Anforferungen an eine Patientenverfügung und Abbreuch lebenserhaltender Maßnahmen Der u. a. für Betreuungssachen zuständige XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat sich mit Beschluss XII ZB 61/16 vom 06.07.2016 mit den Anforderungen befasst, die eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung im Zusammenhang mit dem Abbruch von lebens mehr...

Grundstücksschenkung an ein Kind bei anschließender Weiterschenkung Der BFH hatte erneut einen Fall der sogenannten Kettenschenkung zu entscheiden. Im Urteilsfall erhielt ein Sohn von seiner Mutter mit notariell beurkundetem Vertrag Wohnungseigentum bestehend aus einer Eigentumswohnung und damit verbundenen Miteigentumsanteile mehr...

Pflichten von Bevollmächtigten bei Ausübung einer Vorsorgevollmacht Die Pflichten eines Bevollmächtigten bei Ausübung einer Vorsorgevollmacht beschäftigen zunehmend die Gerichte. Wie wichtig es ist, das jeder Vorsorgevollmacht zugrunde liegende Grundverhältnis zu regeln, zeigt eine Entscheidung des OLG Schleswig. Die Erblasse mehr...

Erben über Grenzen hinweg - Neue Rechtslage ab 17.08.2015 Zahlreiche Bundesbürger haben Ihren Lebensmittelpunkt dauerhaft ins Ausland verlegt oder haben Immobilien oder Bankkonten im Ausland. Bei diesen Konstellationen stellt sich nicht nur allein die Frage nach der Erbfolge als solcher, sondern es sind auch Frag mehr...



Höhere Selbstbehalte im Elternunterhalt ab Januar 2015 Die Selbstbehalte im Elternunterhalt wurden ab dem 01.01.2015 angehoben. Die Selbstbehalte beziehen sich auf das bereinigte Nettoeinkommen. Bisher waren es € 1.600,00 für Alleinstehende bzw. das verheiratete unterhaltspflichte Kind und € 1.280,00 für Ehepartne mehr...

© 2018 Kanzlei Kieser und Hegner
home contact search contact search